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Saastal im Wallis🇨🇭 – Vom Hannig über den Steinwildpfad nach Saas-Fee
Saastal im Wallis🇨🇭 – Vom Hannig über den Steinwildpfad nach Saas-Fee
COUCHFLUCHT went for a hike
August 15, 2025 at 06:07
05:17
13.6km
2.6km/h
370m
1,040m
Heute starten wir unsere Wanderung im autofreien Gletscherdorf Saas-Fee, das ich schon immer einmal besuchen wollte. Den Dorfrundgang sparen wir uns aber für den Schluss auf und nehmen direkt die allererste Bergbahn hinauf zum Hannig, der auch als Sonnenberg von Saas-Fee gilt. Dort werden wir nicht nur mit einem spektakulären Ausblick auf den Feegletscher begrüßt, sondern witzigerweise auch noch mit einer überdimensionalen Schaukel - der Glacier Swing. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen – mit so einem Panorama habe ich mich schließlich noch nie in die Luft geschwungen!
Das Bergrestaurant lassen wir heute links liegen und steigen direkt in den Steinwildpfad ein. Die Weitblicke liefern vom ersten Meter an ganz großes Bergkino. Mir fehlen da echt die passenden Worte, um der dramatischen Schönheit dieser Bergkulisse gerecht zu werden. In Kehren steigen wir immer weiter bergauf zum Mällig auf 2.700 Metern Höhe. Schroff, wild und steinig ist es hier, und ich weiß gar nicht, wohin ich zuerst blicken soll. Zur einen Seite die imposante Mischabel-Bergkette, praktisch gleich vis-à-vis der Gipfel des Doms - dem höchsten Berg, ganz auf Schweizer Boden -, in der Ferne das mächtige Dreigestirn von Eiger, Mönch und Jungfrau. Und dazwischen noch etliche, weitere Drei- und Viertausender, die hier Spalier stehen. Einfach irre!
Vom nahe gelegenen Senggflüe-Gipfel, der mit 2.761 Metern den höchsten Punkt des Steinwildpfads markiert, ist die Aussicht natürlich nicht weniger dramatisch. Ich packe mein Fernglas aus dem Rucksack und halte in alle Richtungen Ausschau nach Steinböcken, die sich hier nur allzu gerne tummeln. Leider habe ich heute kein Glück, vielleicht sind wir schon zu spät dran, oder die Tiere haben sich in kühlere Lagen weiter oben verkrochen. Echt schade, aber dafür kann ich eine Herde Schafe erspähen, die in der steilen Hanglage die reinsten akrobatischen Kunststücke vorführen.
Der Abstieg von hier aus ins Tal nach Saas-Fee ist lang, teilweise steil und felsig, aber auf jedem Meter unglaublich schön und total abwechslungsreich. Blühen oben noch Alpenblumen in all ihrer Farbenpracht, gesellen sich weiter unten riesige Büsche voller Heidelbeeren dazu. Zu snacken gibt es also reichlich - natürlich stets mit atemberaubendem Panorama ins Saastal.
Wie mag das hier erst im Herbst ausschauen?! Die ersten Blätter der Blaubeersträucher verfärben sich bereits jetzt rötlich, die Lärchen und Arven im angrenzenden Märchenwald zeigen ebenfalls schon erste Spuren von Orange- und Gelbtönen. Ich bin richtig verzaubert und kann gar nicht genug von dieser Bilderbuch-Landschaft bekommen. Auch wenn die Knie schon langsam Protest anmelden, wünschte ich, dieser Weg würde niemals enden.
Bald tauchen jedoch die ersten Häuser von Saas-Fee auf, und wir schauen uns fasziniert die uralten, hölzernen Spycher an, die so typisch für traditionelle Dörfer im Wallis sind. Es ist schon einzigartig hier - so ruhig ohne störenden Autoverkehr und umgeben von all den Viertausendern. Die urigen und denkmalgeschützten Speicherhäuser sind auch im Mix mit den modernen Gebäuden und rustikalen Pensionen und Hotels ein echter Blickfang.
Von Saas-Fee aus könnten wir auch mit dem Postauto/ Bus wieder zurück nach Saas-Almagell fahren, wir beschließen aber kurzerhand noch über die Panoramabrücke und den Waldweg Bodmen zurückzuwandern. Der Weg ist einfach und breit, bietet aber mit dem Waldhaus Bodmen noch eine richtig schöne Einkehrmöglichkeit. Von der riesigen Terrasse aus haben wir einen großartigen Blick auf Saas-Grund, beobachten die hier lebenden Tiere und lassen uns unglaublich leckere Apfelküchlein schmecken. Ein toller Abschluss dieser wunderschönen Wanderung!
Waypoints
Bagged Peaks
Route Details
Elevation
Highest point (2,710 m)
Lowest point (1,680 m)
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